Portrait folgt

Fachhochschule für Gesundheit Freiburg (HES-SO)

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IEMT seit: 2008

Werdegang

Studium der Psychologie an den Universitäten Lausanne und Genf; Forschung und Lehre im Bereich Verhaltensforschung bei Tieren und Menschen  an der Psychologischen Fakultät der Universität Genf; 2008 Dissertation über nonverbales Verhalten von Demenzkranken im Rahmen der tierunterstützten Therapie; seit 2006
Dozentin an der Fachhochschule für Gesundheit in Fribourg (HES-SO), Fachgebiet Gerontologie und nonverbales Verhalten; seit 2009 Forschung im Bereich emotionale Kompetenzen.

Eigene Haustiere

4 Katzen sowie 2 obdachlose Katzen, die fast domestiziert sind.

Menschen sollten noch mehr über das Verhalten von Tieren erfahren, damit sie artgerecht mit ihnen umgehen

Schon in meiner Kindheit hatte ich viele Tiere um mich und Freude daran, sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Diese Begeisterung hat mich später dazu motiviert, mich während meines Psychologiestudiums vor allem auf die Gebiete Verhaltensforschung (Ethologie) und nonverbales Verhalten zu konzentrieren.

Während mehreren Jahren habe ich mit zwei freilaufenden Hasen (ohne Käfig), zwei Meerschweinchen und einer Katze, Margaux, gelebt. Diese hat vier wunderbare Kätzchen zur Welt gebracht: Oscar, Isis, Max und Zouzette, die jetzt mit mir leben (oder ich bei ihnen?). Ich liebe aber auch viele andere Tierarten, wie beispielsweise Hunde, Schweine, Esel, Vögel, Fische und Insekten.

Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr über die Biologie und das Verhalten von Heimtieren lernen, damit sie sie artgerecht und ethisch halten und pflegen können.

Mein Engagement für das IEMT Schweiz

Mein Ziel als wissenschaftliche Beirätin des IEMT ist es, das IEMT auch in der Romandie zu verankern und möglichst vielen Westschweizerinnen und Westschweizern die wissenschaftlichen Erkenntnisse des IEMT rund um die Mensch-Tier-Beziehung sowie die positiven Auswirkungen dieser Beziehung für unsere physische und psychische Gesundheit nahe zu bringen.



Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IEMT Schweiz: 1990 - 2013

Werdegang

1967–1972 Studium der Veterinärmedizin an der Universität Bern; 1973–1974 Doktorand am Veterinär-Bakteriologischen Institut der Universität Bern; 1975–1985 Tierarzt an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für viehwirtschaftliche Produktion, Grangeneuve-Posieux; seit 1985 Professor für Tierernährung an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Zürich.


Eigene Heimtiere

Zur Zeit keine. Früher Golden Retriever, Katze sowie 40 Zierfische im Aquarium.


Kaninchen haben meine Berufswahl stark beeinflusst

Schon früh erhielt ich von meinen Eltern zwei Kaninchen, für die ich sorgen musste. Bald war ich Kaninchenzüchter und trieb Handel. Ich lernte Gras mähen, Heu und Emd bereiten, ging nach der Getreideernte Ähren sammeln und stahl ab und zu aus Mutters Garten ein Rüebli für meine Kaninchen. Ich wurde aber auch mit Krankheiten und dem Tod konfrontiert, wenn z.B. die «Trommelsucht» (Darmkokzidiose) im Bestand ihre Opfer forderte. In dieser Zeit wurde wahrscheinlich der Grundstein für meine spätere berufliche Laufbahn als Tierarzt und Tierernährer gelegt.

Kaninchen kaufte ich dann auch meinen beiden Söhnen, die aber an meinem einstigen Hobby keinen Gefallen fanden. Doch die Golden-Retriever-Hündin Larissa fand begeisterte Aufnahme in unserer Familie, ebenso die Katze. Larissa erleichterte uns die Integration nach dem Umzug an einen neuen Wohnort. Beim Spazieren mit ihr ergaben sich Gespräche und Kontakte mit andern Menschen, die es ohne Hund kaum gegeben hätte.

Dass wir heute keine Haustiere mehr besitzen, hängt mit dem grossen beruflichen und gesellschaftlichen Engagement der Familie zusammen. Leider fehlt uns die Zeit, ein Heimtier so zu halten, dass wir seinen Ansprüchen gerecht werden können.


Die Pflicht, mit Tieren respektvoll umzugehen

Heimtiere bereichern unser Leben in vielfältiger Art und Weise. Doch aus dieser Bereicherung erwächst dem Menschen die Pflicht, mit den Tieren respektvoll umzugehen und sie als Individuen mit eigenem Charakter und eigenen Ansprüchen wahrzunehmen. Selbst eine sehr enge emotionale Beziehung muss die Individualität des Tieres respektieren. In der Partnerschaft Mensch–Heimtier muss auch der schwächere Partner, das Tier, zu seinem Recht kommen und sich seiner Natur entsprechend verhalten können. Die Beziehung Mensch–Heimtier hat darum auch immer die Richtung Heimtier–Mensch, und dies gilt es besonders zu beachten, wenn ein Tier angeschafft wird.


IEMT Schweiz ist ein geeignetes Forum

Ich bin seit der Gründung des IEMT Schweiz Mitglied des wissenschaftlichen Beirats. Einerseits ist es mein Anliegen, die Forschung der Mensch-Tier-Beziehung zu fördern, weil daraus sowohl für das Tier wie für den Menschen ein positiver Nutzen resultieren kann. Andererseits möchte ich mich in dieser Beziehung für das Tier einsetzen und seine Ansprüche in Bezug auf artgerechte Ernährung und Haltung verteidigen. IEMT ist das geeignete Forum, den respektvollen Umgang mit dem Tier zu fördern, so dass die Beziehung zwischen Mensch und Heimtier für beide Partner zum Gewinn wird.


Werdegang:

Studium der Veterinärmedizin in Zürich; Assistenztätigkeit an verschiedenen Instituten und Doktorat; Oberassistent an der veterinärchirurgischen Klinik der Universität Zürich und Habilitation in Röntgenologie und Chirurgie; Leiter der Röntgenabteilung der weltgrössten Kleintierklinik, dem Animal Medical Center in New York; ordentlicher Professor für Radiologie an der Veterinärfakultät der University of California-Davis; Berufung auf den Lehrstuhl für Innere Veterinärmedizin und Radiologie der Universität Zürich; Emeritierung 1996; Präsident der kantonalen Tierversuchskommission 1996/99.

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IEMT seit: 1990

Eigene Heimtiere:

Reit- und Kutschenpferd, mit dem ich fahre, und zwei verwöhnte Katzen.

Nicht nur den Nutztieren, sondern auch von Hund und Katze profitieren

Tiere ganz allgemein haben mich seit frühester Kindheit fasziniert. Ich kann mir mein Leben ohne einen engen täglichen Umgang mit Tieren nicht vorstellen. Auf dem Bauernhof wurde mir täglich vorgeführt, wie wir Menschen von Tieren – nicht nur den Nutztieren, sondern auch von Hund und Katze – profitieren und zum Teil abhängen.

Später wurde mir durch die berufliche Tätigkeit erst recht bewusst, welche grosse Bedeutung gerade die Heimtiere für das geistige und körperliche Wohlergehen ihrer Besitzer haben. Bereits in Kalifornien und daraufhin in der Schweiz galt mein besonderes Interesse neben der hauptberuflichen Tätigkeit der Mensch-Tier-Beziehung und den Verhaltensstörungen bei Heimtieren sowie dem Einsatz von Heimtieren in Heimen und Spitälern. Ich bin davon überzeugt, dass Tiere sehr wohl ohne den Menschen, die meisten Menschen aber nicht ohne Tiere auskommen können.

Der Beweis dafür wurde während meines Berufslebens durch die Tatsache erbracht, dass trotz oder vielleicht wegen den grossen sozialen, ökonomischen und gesellschaftlichen Umwälzungen und der Verstädterung der Bevölkerung in den letzten 60 Jahren die Heimtierhaltung an Bedeutung nicht ab-, sondern weltweit sprunghaft zugenommen hat.

Grosse Erfolge in der Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung

Die starke Zunahme der Heimtierhaltung und die zum Teil stark veränderten Bedingungen, unter denen heute die Heimtiere vor allem in städtischen und halbstädtischen Umgebungen gehalten werden, haben zu einer Verstärkung traditioneller, aber auch zur Entstehung neuer Probleme geführt. Sowohl bei den Besitzern als auch den Heimtieren! Glücklicherweise haben Spezialisten aus der Verhaltensforschung und einige weitsichtige Tierärzte sich dieser Probleme angenommen und Lösungen aufgezeigt, wie gestörte Mensch-Tier-Beziehungen zum Wohle beider Partner verbessert oder normalisiert werden können.

Die guten Ergebnisse dieser Pioniere beeindrucken mich seit Jahren und haben mich veranlasst, im Unterricht und auf Fortbildungstagungen für Tierärzte auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen. Die Erfolge dieser Entwicklung haben den früheren Dekan der Washington State Fakultät, Leo Bustedt, zur Aussage veranlasst: «Die in der Erforschung der Mensch-Heimtier-Beziehung erzielten Fortschritte gehören zu den wichtigsten Errungenschaften der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.»

Das IEMT hat mit seiner Tätigkeit sowohl in der Bevölkerung als auch bei den praktizierenden Tierärzten die wichtige Aufgabe übernommen, die neuen Erkenntnisse der Verhaltensforschung einem grösseren Kreis zu vermitteln. Es hat damit nach meiner Überzeugung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der modernen Heimtierhaltung und der Mensch-Heimtier-Beziehung geleistet.

Mein Engagement für das IEMT Schweiz

Seit vielen Jahren bin ich wissenschaftlicher Beirat des IEMT Schweiz, weil ich es als äusserst wichtig erachte, dass sich ein von Tierschutzorganisationen unabhängiges Institut auf wissenschaftlicher Basis mit den komplexen Aspekten der Heimtierhaltung und der Mensch-Tier-Beziehung befasst. Das IEMT ermöglicht es mir, mit Anregungen und Ideen einen Beitrag zu leisten zur Auswahl, Bearbeitung und Lösung von Problemen auf dem Gebiete der Heimtierhaltung.


Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IEMT Schweiz: 2005 - 2013


Werdegang

Geboren 1941; nach Gymnasium und Wehrdienst Studium der Psychologie in Bonn, Aufbaustudium der Psychophysiologie in Berkeley/Calif; danach vier Jahre Praxis als Arbeitspsychologe; dann Lehr- und Forschungstätigkeit an den Universitäten Köln und Bonn; Berufungen auf die Professuren für Psychologie an der Universität Giessen und der Universität Erlangen-Nürnberg; Dekan des Fachbereiches Psychologie der Universität Giessen und der Philosophischen Fakultät I der Universität Erlangen-Nürnberg; Fellow des Andrew Norman Institute for Gerontology der University of Southern California; 1982 dort erste Erfahrungen mit tiergestützter Therapie bei alten Menschen. Neben etwa 200 Arbeiten aus den Bereichen Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie auch theoretische und empirische Arbeiten zur tiergestützten Therapie, der tiergestützten Pädagogik und der tiergestützten Aktivitäten. Seit der Pensionierung überwiegend Vortragstätigkeiten und Lehre in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich zu Themen der Tiergestützten Therapie und der Gerontologie. Einen Schwerpunkt bilden theoretische und methodische Arbeiten über die Erklärung der positiven Effekte des Zusammenlebens mit Tieren aus soziobiologischer, evolutionspsychologischer und analytisch-psychologischer Perspektive.


Eigene Heimtiere

Acht Pferde, ein Hund und eine Katze gemeinsam mit meiner Partnerin, der Tierärztin Prof. Dr. Brigitte von Rechenberg.


Verbundenheit mit Tieren ist gut für Menschen

Durch unsere Tiere erfahren meine Partnerin und ich täglich, wie gut eine Verbundenheit mit Tieren und mit der Natur für Menschen ist. Die uralten, evolutionär bewährten Prinzipien des Zusammenlebens mit anderen Lebewesen sind für die Lebensgestaltung der Menschen im 21. Jahrhundert nach wie vor gültig. Sie prägen unser Leben ebenso wie die Kultur und das effiziente, nach wissenschaftlichen und technologischen Erkenntnissen geführte Leben. Wir sind auf eine Verbundenheit mit Tieren, mit dem gesamten belebten und unbelebten Kosmos angewiesen. Gehen wir aus dieser Verbundenheit heraus, dann reduzieren wir unsere Lebensmöglichkeiten, dann schränken wir unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität selber ein.

Das IEMT Schweiz

ist für mich eine sehr gute Plattform, um meine Anliegen und meine Überzeugungen ein Stück weit zu verwirklichen.