Prof. Dr. Peter F. Suter, em.
Werdegang:
Studium der Veterinärmedizin in Zürich; Assistenztätigkeit an verschiedenen Instituten und Doktorat; Oberassistent an der veterinärchirurgischen Klinik der Universität Zürich und Habilitation in Röntgenologie und Chirurgie; Leiter der Röntgenabteilung der weltgrössten Kleintierklinik, dem Animal Medical Center in New York; ordentlicher Professor für Radiologie an der Veterinärfakultät der University of California-Davis; Berufung auf den Lehrstuhl für Innere Veterinärmedizin und Radiologie der Universität Zürich; Emeritierung 1996; Präsident der kantonalen Tierversuchskommission 1996/99.
Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IEMT seit: 1990
Eigene Heimtiere:
Reit- und Kutschenpferd, mit dem ich fahre, und zwei verwöhnte Katzen.
Nicht nur den Nutztieren, sondern auch von Hund und Katze profitieren
Tiere ganz allgemein haben mich seit frühester Kindheit fasziniert. Ich kann mir mein Leben ohne einen engen täglichen Umgang mit Tieren nicht vorstellen. Auf dem Bauernhof wurde mir täglich vorgeführt, wie wir Menschen von Tieren – nicht nur den Nutztieren, sondern auch von Hund und Katze – profitieren und zum Teil abhängen.
Später wurde mir durch die berufliche Tätigkeit erst recht bewusst, welche grosse Bedeutung gerade die Heimtiere für das geistige und körperliche Wohlergehen ihrer Besitzer haben. Bereits in Kalifornien und daraufhin in der Schweiz galt mein besonderes Interesse neben der hauptberuflichen Tätigkeit der Mensch-Tier-Beziehung und den Verhaltensstörungen bei Heimtieren sowie dem Einsatz von Heimtieren in Heimen und Spitälern. Ich bin davon überzeugt, dass Tiere sehr wohl ohne den Menschen, die meisten Menschen aber nicht ohne Tiere auskommen können.
Der Beweis dafür wurde während meines Berufslebens durch die Tatsache erbracht, dass trotz oder vielleicht wegen den grossen sozialen, ökonomischen und gesellschaftlichen Umwälzungen und der Verstädterung der Bevölkerung in den letzten 60 Jahren die Heimtierhaltung an Bedeutung nicht ab-, sondern weltweit sprunghaft zugenommen hat.
Grosse Erfolge in der Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung
Die starke Zunahme der Heimtierhaltung und die zum Teil stark veränderten Bedingungen, unter denen heute die Heimtiere vor allem in städtischen und halbstädtischen Umgebungen gehalten werden, haben zu einer Verstärkung traditioneller, aber auch zur Entstehung neuer Probleme geführt. Sowohl bei den Besitzern als auch den Heimtieren! Glücklicherweise haben Spezialisten aus der Verhaltensforschung und einige weitsichtige Tierärzte sich dieser Probleme angenommen und Lösungen aufgezeigt, wie gestörte Mensch-Tier-Beziehungen zum Wohle beider Partner verbessert oder normalisiert werden können.
Die guten Ergebnisse dieser Pioniere beeindrucken mich seit Jahren und haben mich veranlasst, im Unterricht und auf Fortbildungstagungen für Tierärzte auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen. Die Erfolge dieser Entwicklung haben den früheren Dekan der Washington State Fakultät, Leo Bustedt, zur Aussage veranlasst: «Die in der Erforschung der Mensch-Heimtier-Beziehung erzielten Fortschritte gehören zu den wichtigsten Errungenschaften der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.»Das IEMT hat mit seiner Tätigkeit sowohl in der Bevölkerung als auch bei den praktizierenden Tierärzten die wichtige Aufgabe übernommen, die neuen Erkenntnisse der Verhaltensforschung einem grösseren Kreis zu vermitteln. Es hat damit nach meiner Überzeugung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der modernen Heimtierhaltung und der Mensch-Heimtier-Beziehung geleistet.
Mein Engagement für das IEMT Schweiz
Seit vielen Jahren bin ich wissenschaftlicher Beirat des IEMT Schweiz, weil ich es als äusserst wichtig erachte, dass sich ein von Tierschutzorganisationen unabhängiges Institut auf wissenschaftlicher Basis mit den komplexen Aspekten der Heimtierhaltung und der Mensch-Tier-Beziehung befasst. Das IEMT ermöglicht es mir, mit Anregungen und Ideen einen Beitrag zu leisten zur Auswahl, Bearbeitung und Lösung von Problemen auf dem Gebiete der Heimtierhaltung.


