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Lehrer auf vier Pfoten – Tiere im Schulzimmer

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Hunde im Schulunterricht können eine Bereicherung für den Lehrbetrieb sein und wirken in vielen Fällen äusserst förderlich auf die Sozialisation von Kindern. Allerdings ist nicht jeder Lehrer und auch nicht jeder Hund dafür geeignet. Ein schönes Beispiel für eine positive Integration von Hunden in den Unterricht bietet eine Lehrerin aus Oberstocken (BE).

Oberstocken, 3. Oktober 2007 – Sylvia Egli ist Primarschullehrerin der 1. und 2. Klasse in Oberstocken (Berner Oberland) und besitzt eine fünfjährige Cairn Terrier Hündin Namens Djamba, welche sie regelmässig in den Unterricht mit-nimmt. Die Teilnahme der Hündin am Unterricht war in jeder Hinsicht sorgfältig geplant (Rassenwahl, Zuchtstätte, Sozialisation, Ausbildung, usw.) und wurde rechtzeitig mit der Schulleitung, dem Abwart sowie den Eltern abgestimmt. Je-des Jahr werden die neuen Schulkinder und deren Eltern über die Hündin im Unterricht sowie die Umgangsregeln mit ihr informiert. Silvia Egli bittet explizit darum, sie bei Problemen (Allergien, Angst, etc. der Kinder) zu kontaktieren. Verena Grünig, Expertin der ‚Lorenz Tierschule’, hat Frau Egli und Djamba in die Schule begleitet und war begeistert: „Obwohl mein Besuch natürlich nur eine Momentaufnahme sein kann, scheint mir Djamba in Zusammenarbeit mit dieser kompetenten Lehrerin ein idealer, problemloser Schulhund zu sein“. Die Kinder nehmen den Hund sehr gut auf und auch der Hund fühlt sich wohl im Schulzimmer. „Der Unterricht verläuft viel ruhiger“ erklärt Silvia Egli. „Kommt Djamba an einem Tag nicht in die Schule, fehlt sie den Kindern“.

Kinder können vom Umgang mit Tieren profitieren

Durch Tiere lernen Kinder Verantwortung zu übernehmen, respektvoll mitein-ander umzugehen, mit anderen mitzufühlen und sich in eine Gruppe einzufü-gen. ‚Hyperaktive’ Kinder werden ruhiger, ‚introvertierte’ Kinder kommen aus sich heraus. Diese Erfahrung hat auch Silvia Egli mit ihren Schülern gemacht: „Bei einzelnen introvertierten Kindern ist es mir gelungen, den Zugang zu ihnen auf eine leichte und unkomplizierte Art über meine Hündin zu finden. Einige Kinder haben ein grosses Verantwortungsgefühl entwickelt und kümmern sich rührend um Djamba.“ Und auch Djamba fühlt sich mit den Schülern sehr wohl. Dr. Dennis C. Turner (Experte auf dem Gebiet der Mensch-Tier-Beziehung, IEMT Schweiz) beschreibt das Phänomen folgendermassen: „Nur wenn wir in unserem Verhalten Tiere als Partner respektieren und Ihnen art- und tierge-rechte Haltung anbieten, dürfen wir erwarten, dass sie uns als soziale Partner Wertvolles wiedergeben“.

Lorenz Tierschule

Vergleichbare Mensch-Tier-Teams wie Silvia Egli und Djamba bilden allerdings eher die Ausnahme an Schulen. Um Kindern dennoch die Möglichkeit zu ge-ben, den Umgang mit Tieren auf ebenso spielerische wie praxisbezogene Wei-se erlernen zu können, bietet das IEMT Schweiz Besuche der ’Lorenz Tier-schule’ an. Die eingespielten und speziell für die Einsätze ausgebildeten Teams führen in Begleitung ihrer Hunde durch ein vielseitiges Lernprogramm und ermöglichen eine pädagogisch wertvolle Begegnung zwischen Kindern und Hunden. Ziel der ’Lorenz Tierschule’ ist es aber nicht nur das Verständnis ge-genüber Tieren, sondern auch gegenüber Mensch und Umwelt zu fördern so-wie einen sorgfältigeren Umgang mit dem Leben zu vermitteln.