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Mensch-Tier-Beziehung
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IEMT Weissbuch Nr. 4: "Dank Tieren mehr Menschlichkeit"

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Das neue Weissbuch des Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT) befasst sich mit dem Thema „Dank Tieren mehr Menschlichkeit“. Anhand von vier Thesen wird die Wirkung von Tieren auf das menschliche Sozialverhalten aufgezeigt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die positiven Auswirkungen von Tieren auf Menschen.

Zürich, 1. Juli 2008 – Keine Frage: Tiere können einen positiven Einfluss auf Menschen aller Altersgruppen ausüben. In tiergestützten Therapien übernehmen sie vielfach eine sogenannte "Eisbrecherfunktion". Bekannt ist auch, dass das Streicheln und sogar nur das Betrachten von Tieren eine entspannende Wirkung auf Menschen ausübt. Menschen, die regelmässig Umgang mit Tieren haben, werden als glücklicher wahrgenommen. Doch können uns Interaktionen mit und Beziehungen zu Tieren helfen, "menschlicher" zu werden, Mitgefühl zu entwickeln, Aggression und Gewalt gegenüber anderen Menschen einzudämmen oder das Zusammenleben in der Gesellschaft zu fördern? Verschiedene wissenschaftliche Studien weisen genau darauf hin: Umgang, Pflege, Training und/oder Interventionen mit Tieren verstärken die Beziehungsfähigkeit.

Soziale Empathie, oder „die Bereitschaft und Fähigkeit zu einfühlendem Denken“, ist für den Pädagogen Gotthard Teutsch „ein Heilmittel gegen die zunehmend inhumaneren Züge unsere Gesellschaft“. Heute glaubt man, dass Empathie den Menschen erlaubt, einander zu helfen, aber dass fehlende Empathie den Umstand begünstigt, andere Menschen zu schädigen. Obwohl Pädagogen es lange angenommen haben, wurde eine Beziehung zwischen Empathie gegenüber Menschen und jener gegenüber Tieren erst in den letzten Jahren erwiesen. Humanes Verhalten gegenüber der menschlichen Mitwelt wird deshalb in vielen Erziehungseinrichtungen prophylaktisch am besseren Umgang mit Tieren geübt und gelernt. Beispielsweise bestätigt die Studie von Katcher & Wilkins (2000) über die Wirkung tiergestützter Therapie und Erziehung auf 9 bis 15-jährige Jungen mit ADH bzw. Verhaltensauffälligkeiten die positive Wirkung von Tieren auf das Sozialverhalten: 80% der Jungen machten gute klinische Fortschritte. Die sonst üblichen aggressiven Ausbrüche blieben völlig aus.

Das IEMT kommt anhand der unterschiedlichen Studien zum Schluss, dass Tiere zwar kein "Allerweltsheilmittel" sind, aber einen wertvollen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten.

Kontakt:

IEMT Schweiz
Institut für Interdisziplinäre Erforschung
der Mensch-Tier-Beziehung
Dr. Andrea Hemmi
Geschäftsführerin
Postfach 235
8034 Zürich

Tel: + 41 44 389 84 12
Fax: +41 44 389 84 00

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