In fast der Hälfte der schweizerischen Haushalte lebt zumindest ein Heimtier. In absoluten Zahlen sind dies etwa 1'400'000 Millionen Katzen sowie 475'000 Hunde. Hinzu kommen noch viele kleine Heimtiere wie Nager, Fische und Vögel.

Praktische und emotionale Gründe

In früheren Zeiten überwog der praktische Nutzen unserer vierbeinigen Hausgenossen. Hunde wurden als Helfer bei der Jagd, Wächter oder Zugtiere gehalten, Katzen als Mäuse- und Rattenjäger. Heute steht hingegen der emotionale Nutzen im Vordergrund: Der Kontakt zum Tier bildet einen erholsamen Gegenpol zum Alltagsstress im Beruf und zu Einsamkeitsgefühlen, von denen in unserer anonymen Massengesellschaft immer mehr Menschen betroffen sind. Tatsächlich sind Heimtiere so etwas wie "Heilmittel" - für den Körper und für die Seele.

 Vierbeinige Spielkameraden

Die Tierhaltung ist auch in Familien mit Kindern im Steigen begriffen - 40 Prozent aller Katzen leben in Familien mit Unter-Vierzehnjährigen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kinder vom Zusammenleben mit Heimtieren in vielfacher Weise profitieren: Tiere sind Freunde, die immer da sind, die zuhören und einen so nehmen, wie man ist. Auch werden im Umgang mit dem Tier positive Charaktereigenschaften wie Rücksichtnahme, Verantwortungsgefühl und Einfühlungsvermögen entwickelt und gefördert.

Wachsendes Verantwortungsbewusstsein

Hund, Katz & Co. sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Erfreulicherweise ist in den letzten Jahren auch das Verantwortungsgefühl der Tierbesitzer und das Wissen um die Bedürfnisse des Tieres gestiegen: Man genießt nicht nur seine Gesellschaft, sondern will ihm auch ein möglichst artgerechtes Leben bieten.