Hunde als "Gesundheitswächter"

Dass Hundebesitzer gesünder leben als Menschen ohne Hund, liegt auf der Hand. Die täglichen Spaziergänge bei jedem Wetter sind ein Training für Kreislauf und Immunsystem. Schon acht bis zehn Stunden pro Woche bringen gesundheitliche Vorteile.

Wohlbefinden durch Streicheln

Doch auch reine "Streicheltiere", die keine Spaziergänge fordern, wirken sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus. Allein schon der Kontakt mit dem "lieben Vieh" fördert das Wohlbefinden.

Tiere als Therapeuten

Die positiven Auswirkungen von Tieren auf Körper, Geist und Seele werden immer öfter von medizinischen Einrichtungen genutzt. In manchen Einrichtungen werden Tiere sogar als "Co.-Therapeuten" eingesetzt. Vor allem bei chronisch Kranken, bei geriatrischen Patienten sowie bei psychisch und geistig Kranken können Tiere das subjektive Wohlbefinden, aber auch den Therapieerfolg deutlich erhöhen.

Spezielle Tierbesuchsprogramme

Immer mehr Mediziner nützen diesen Umstand gezielt im Interesse ihrer Patienten - unter anderem im Rahmen sogenannter "Tierbesuchsprogramme". So bringen im Raum Wien Mitarbeiter des Vereins "Tiere als Therapie" ihre eigenen, besonders menschenfreundlichen Tiere - vor allem Hunde - als Besucher regelmäßig in verschiedene Krankenhaus- und Pflegeheimabteilungen. Ärzte und Pflegepersonal sind sich einig: Die "tierischen" Kollegen verbreiten gute Laune, geben den Patienten Mut und Hoffnung. Stress und Spannungen werden abgebaut, und sogar bettlägerige Patienten finden durch den vierbeinigen Besuch neue Lebensfreude.

Helfer für Behinderte

Liebe ohne Vorbehalte. Wer behindert ist, hat es in vieler Hinsicht schwer im Leben. Heimtiere können dazu beitragen, dass körperliche - und auch geistige - Handicaps als weniger belastend empfunden werden. Denn während gesunde Menschen oft Hemmungen haben, mit Behinderten Kontakt aufzunehmen, kennen Tiere solche Vorbehalte nicht: Sie verschenken ihre Zuneigung ohne Rücksicht auf Äußerlichkeiten.

Steigerung des Selbstwertgefühls

Es sind vor allem Hunde, die behinderten Menschen konkrete Hilfe bieten können. Sie verschaffen ihnen eine Unabhängigkeit von menschlichen Helfern, die ihr Selbstwertgefühl nachhaltig steigert und sich wohltuend auf ihre gesamte psychische Situation auswirkt.

Blindenführhunde und Behinderten-Begleithunde

Am bekanntesten ist wohl die Arbeit der Blindenführhunde. Nach einer aufwändigen und umfangreichen Spezialausbildung ist ein solcher Hund imstande, den ihm anvertrauten Menschen sicher auch durch völlig unbekanntes Terrain zu geleiten.

Hunde können auch als Helfer für behinderte Menschen ausgebildet werden. Sie erhalten eine Grundausbildung und werden anschließend individuell auf die Bedürfnisse ihrer zukünftigen Besitzer trainiert. Jede Ausbildung ist sozusagen "maßgeschneidert". So werden Hunde als "Geräuschmelder" für Gehörlose ausgebildet, als Begleiter für Menschen, die ihr Leben im Rollstuhl verbringen müssen, und als Helfer für Behinderte bei der Durchführung bestimmter Rehabilitationsübungen.

Freund und Gefährte

Wie wichtig der vierbeinige Therapeut für behinderte Menschen sein kann, ist für Gesunde gar nicht zu ermessen. Denn die treuen Tiere machen sich nicht nur praktisch nützlich. Besitzer von Partner-Hunden berichten, dass sie durch den Hund auch wieder mehr Sozialkontakte haben: Die Anwesenheit des Hundes macht es Gesunden offenbar leichter, ein Gespräch zu beginnen. So ist das Tier nicht Ersatz für menschliche Kontakte, sondern im Gegenteil ein Faktor, der Zwischenmenschlichkeit ermöglicht und fördert.